Weihnachtszeit ist Kekserlzeit!

 

Das Keksebacken gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu, genauso wie der Besuch auf einem Christkindlmarkt und das Mitsingen der Weihnachtslieder, die jetzt im Radio auf und ab gespielt werden.

Und wenn man die Küche schon zur Keksback-Werkstatt umfunktioniert, warum nicht auch gleich ein paar Kekserln für die geliebte Fellnase mitbacken. Das ist dann auch kein großer Mehraufwand und man weiß wirklich, was in den Keksen drinnen ist. Somit kann man die Qualität selbst bestimmen.

 

 

Gründe für selbstgebackene Leckerli:

  • Große Auswahl und preiswert
  • passende Leckerlis je nach Verwendungszweck (z.Bsp. Clicker-Minis)
  • frische (Bio)Zutaten ohne Farb-, Lock- und Konservierungsstoffe oder gar Zucker
  • produziert weniger Abfall und ist somit umweltbewusster
  • Vorlieben des Hundes können berücksichtigt werden (mäkelige Fresser)
  • Spezielle Leckerlis sind aufgrund von Allergien oder Krankheiten notwendig
  • Größere Mengen können auf Vorrat gebacken und eingefroren werden
  • Resteverwertung (Eiweiß, Käse, überreife Bananen, ...)
  • Kekse für Hund UND Mensch

Doch bevor man nun die Ärmel hochkrempelt und motiviert das Nudelholz schwingt gibt es noch ein paar Dinge zu beachten. Nicht alle für den Menschen ganzalltägliche Lebensmittel sind auch für den Hund verträglich. Einige Lebensmittel sind gefährlich und mitunter sogar tödlich.

 

 

Folgende Lebensmittel sind für die Verfütterung an den Hund nicht geeignet:

  • Schokolade:
    Je höher der Kakaoanteil umso giftiger für den Hund.
  • einige Nussarten:
    Bereits vier Stück Macademia Nüsse können Vergiftungserscheinungen bei einem mittelschweren Hund verursachen.
    Frische Walnüsse können von einem Schimmelpilz befallen sein der für Hunde tödliche Toxine enthält.
  • Alkohol:
    Ist Gift und schädigt vor allem die Leber.


  • Hefeteig:
    Durch Hefe kommt es im Magen des Hundes zu Gärungsprozessen. Die dabei entstehenden Gase können große Schmerzen verursachen.

  • Rosinen/Weintrauben:
    Rosinen enthalten die für Hunde giftige Weinsteinsäure in konzentrierter Form und gelten somit als noch gefährlicher als Weintrauben.
  • Süßstoffe:
    Besondere Vorsicht ist bei Xylit (Birkenzucker) geboten, dieser Süßstoff ist vor allem bei Diabetikern sehr beliebt.
  • Bittermandeln:
    Enthält Blausäure; Nervengift. Mögliche Konsequenz nach Aufnahme: Atemstillstand.


 

Und so sieht es mit der Haltbarkeit aus:

Da in selbstgemachten Hundekeksen keine Konservierungsstoffe enthalten sind, ist die Haltbarkeit der Kekse nur begrenzt.

 

Besonders wichtig ist es, die Hundekekse ausreichend nachtrocknen zu lassen, bevor sie verpackt werden. Die Kekse sollten mindestens über Nacht an der Luft trocknen, am besten jedoch 24 Stunden lang. Werden die Kekse zu früh verpackt, wenn sie noch warm oder noch nicht richtig durchgetrocknet sind, kann sich Schimmel bilden.

 

Die Haltbarkeit bzw. die Art der Aufbewahrung ist auch von den Zutaten der Kekse abhängig.
Hundekekse sollten also trocken und bei durchschnittlicher Zimmertemperatur gelagert werden. Feuchtigkeit, Kälte, direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen sollten vermieden werden. Bei größeren Mengen selbstgebackener Hundekekse empfiehlt es sich, diese portionsweise einzufrieren.

 

Beinhaltet ein Rezept frisches Fleisch oder Milchprodukte, ist der Keks kürzer haltbar und muss im Kühlschrank gelagert werden.

 

 

Mit folgenden Tricks kann man tolle getreidefreie Leckerlis backen:

  •   der Teig kann mit Eiern anstatt Getreide gebunden werden (falls sie vertragen werden)
  •  falls auch keine Eier vertragen werden: eine reife Banane zerdrücken und in den Teig einrühren. ½ Banane entspricht einem Ei
  • alle Zutaten vermischen und mit einem Teelöffel Häufchen auf das Backblech setzen
  •  den Teig auf ein Backblech oder in eine Kastenform gießen, anbacken und anschließend in Würfel/Streifen schneiden

 


 

Hier zwei unserer Lieblingsrezepte:

 

Apfel-Nuss-Snacks

Zutaten:

  • 1 großer Apfel
  • 160g Weizenmehl
  • 60g Haferflocken
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Rapsöl
  • geriebene Nüsse
  • Honig

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Die Äpfel raspeln und mit dem Mehl, den Haferflocken, dem Zimt und dem Rapsöl vermischen und zu einem Teig kneten. Wenn sich der Teig nicht gut verarbeiten lässt einfach noch ein wenig Wasser dazu.
  • Mit einem Löffel kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgekleidest Backblech setzen und ca. 30 Minuten backen.


 

Mais-Käse-Kekse

Zutaten:

  • 50g Weizenvollkornmehl
  • 50g Maismehl
  • 30g geriebener Emmentaler
  • 1 EL Rapsöl
  • 75 ml Wasser

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 160° Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Die beiden Mehlsorten mit dem Käse vermischen. Das Rapsöl und Wasser hinzufügen und alle zu einem Teig verkneten, der sich gut weiterverarbeiten lässt.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Kekse ausstechen. 
  • Auf ein mit Backpapier ausgekleideten Backblech ca. 30 Minuten backen.


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. Aja, die Kekse sind natürlich auch für Menschen geeignet!

Über ein Kommentar, wie die Kekse bei euren Fellnasen ankommen, freue ich mich sehr. Und natürlich freue ich mich auch über eure Lieblingsrezepte, denn Hundekeksrezepte kann man nie genug haben.

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